12-08-08

Goddelijke liturgie in het DUITS

 

DIE GÖTTLICHE LITURGIE unseres Vaters unter den Heiligen JOHANNES CHRYSOSTOMUS

Seelsorgestelle für die Katholiken des Byzantinischen Ritus in Westösterreich Zum privaten Gebrauch

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Gebete vor den Heiligen Türen

PD: Gott, sei mir Sünder gnädig und erbarme Dich meiner.(dreimal) P: Gepriesen sei unser Gott allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. D: Amen. P: Ehre sei Dir, unser Gott, Ehre sei Dir. D: Himmlischer König, Tröster, Geist der Wahrheit, der Du überall bist und alles erfüllst, Schatzkammer aller guten Gaben und Spender des Lebens. Komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jeglichem Makel und rette, o Guter unsere Seelen. P: Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. (dreimal) D: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Allheilige Dreifaltigkeit, erbarme Dich unser, Herr, mach uns rein von unseren Sünden. Gebieter, vergib unsere Verfehlungen, Heiliger, blick auf uns hernieder und heile unsere Schwächen um Deines Namens Willen. D: Herr, erbarme Dich. (dreimal) P: Ehre sei dem Vater...jetzt und immerdar... D: Vater unser... P: Denn Dein ist das Reich, die macht und die Herrlichkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. D: Amen. Erbarme Dich unser, Herr, erbarme Dich unser. Zu keiner anderen Antwort fähig bringen wir Sünder Dir, unserem Gebieter, nur diese Bitte dar: erbarme Dich unser. P: Ehre sei dem Vater... D: Erbarme Dich unser, Herr. Auf Dich setzen wir unsere ganze Hoffnung. Zürne nicht bis zum äußersten; denk nicht an unsere Verfehlungen, sondern Blick in Deiner Barmherzigkeit auch jetzt auf uns herab und befreie uns von unseren Feinden. Denn Du bist unser Gott, und wir sind Dein Volk. Wir alle sind das Werk Deiner Hände, und Deinen Namen rufen wir an. P: Jetzt und allezeit... D: Öffne uns die Pforte der Barmherzigkeit, hochgepriesene Gottesgebärerin, auf daß wir, die wir auf dich hoffen, nicht zuschanden

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werden, sondern durch dich von aller Gefahr befreit werden: Du bist ja das Heil des Christenvolkes. PD: Vor Deinem allreinen Bilde verneigen wir uns, Gütiger, und flehen um Vergebung unserer Sünden, Christus unser Gott. Denn freiwillig wolltest Du im Fleisch das Kreuz besteigen, um Dein Geschöpf aus des Feindes Knechtschaft zu befreien. Deshalb rufen wir dankbar zu Dir: Mit Freude, Heiland, hast Du das All erfüllt, der Du kamst zu retten die Welt. PD: Quelle der Barmherzigkeit, Gottesgebärerin, mach uns deines Mitleids würdig. Schau herab auf dein sündiges Volk und erzeige uns wie immer deine Macht. Wir hoffen auf dich und rufen dir zu "Sei gegrüßt" wie einst Gabriel, der Fürst der himmlischen Scharen. P: Herr, von der Höhe Deiner Wohnung streck Deine Hand mir entgegen und stärke mich für den bevorstehenden Dienst, auf daß ich ungestraft vor Deinem schrecklichen Thron stehe und das unblutige Opfer vollziehe. Denn Dein ist die Kraft und die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. D: Amen. PD: Ich darf betreten Dein Haus, darf mich niederwerfen vor Deiner heiligen Halle aus Ehrfurcht vor Dir. In Deiner Gerechtigkeit führe mich, Herr, meinen Bedrängern zum Trotz, ebne meinen Wandel vor Dir. Fürwahr, in ihrem Munde ist nichts Beständiges, ihr inneres frevelnder Sinn. Ihre Kehle ein geöffnetes Grab, ihre Zunge spricht schmeichelnd. Bringe die Schuld über sie, o Gott, daß sie über die eigenen Ränke stürzen; verstoße sie wegen ihrer Frevel zahlreicher Menge, denn sie boten Dir Trotz. Fröhlich seien alle, die auf Dich vertrauen, sie werden jubeln fortwährend. Du wirst unter ihnen wohnen, über Dich werden frohlocken, die Deinen Namen lieben. Denn Du segnest ja den Frommen, Du beschirmst ihn mit Huld. Das Einkleiden der Altardiener PD: Gott, sei mir Sünder gnädig und erbarme Dich meiner. (dreimal) D: Segne, Gebieter, dieses Sticharion und dieses Orarion. P: Gepriesen sei unser Gott allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. D: Amen. P: Gepriesen sei unser Gott allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Meine Seele freue sich im Herrn, denn er hat mich mit dem Gewand des Heils bekleidet und mich mit dem Kleid der Freude bedeckt. Wie einem Bräutigam hat er meine Stirne mit einer Krone umgeben, wie eine Braut hat er mich mit Schönheit geziert.

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Gepriesen sei Gott, der die Gnade über seine Priester wie Salböl ausgießt, das, auf dem Haupt verbreitet, herabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, das herabfließt auf dem Saum seines Kleides. Gepriesen sei Gott, der mich mit seiner Kraft gürtet, der meine Wege untadelig gemacht hat. Deine Rechte, Herr, hat sich kraftvoll mit Herrlichkeit bedeckt. Deine rechte Hand, Herr, hat die Feinde zerschmettert. In der Fülle Deiner Herrlichkeit hast Du die Feinde zermalmt. Deine Hände haben mich geschaffen und geformt. Belehre mich, und ich werde Deine Gebote verstehen. Deine Priester, Herr, bekleiden sich mit Gerechtigkeit, und Deine Gerechten frohlocken vor Freude. Die Waschung der Hände PD: Ich wasche meine Hände in Unschuld und umwandle Deinen Altar, o Herr, um mit lauter Stimme Dank zu verkünden, zu erzählen all Deine Wunderweise. Herr, die Stätte Deines Hauses liebe ich und den Ort, da Deine Herrlichkeit wohnt. Raffe mein dasein nicht mit den Kündern hinweg, mein Leben mit den Männern des Blutes, deren Hände mit Gewalttat befleckt sind, deren Rechte mit Bestechung gefüllt ist! Ich aber wandle in meiner Unschuld dahin, erlöse mich, Herr, und erbarme Dich meiner. Auf ebenem Boden steht mein Fuß, in den Versammlungen, Herr, will ich Dich preisen. Die Bereitung der Opfergaben PD: Gott, sei mir Sünder gnädig und erbarme Dich meiner. (dreimal) P: Du hast uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes durch Dein kostbares Blut. Ans Kreuz geheftet und von der Lanze durchbohrt, ließest Du hervorströmen für die Menschen den Quell der Unsterblichkeit: Unser erlöser, Ehre sei Dir. D: Gib den Segen, Herr. P: Gepriesen sei unser Gott allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. D: Amen. P: Zum Gedächtnis unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus. (dreimal) Wie ein Lamb ward er zur Schlachtbank geführt. Wie ein makelloses Lamb, verstummt vor dem, der es schert, öffnet er seinen Mund nicht. In seiner Erniedrigung ward sein Urteil aufgehoben. Wer vermag sein Geschlecht zu ergründen?

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D: Nimm heraus, Herr. P: Denn sein Leben wird von der Erde hinweggenommen. D: Schlacht, Gebieter. P: Geschlachtet wird das Lamb Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt, zum Leben und zum Heil der Welt. D: Durchbohre, Herr. P: Einer der Soldaten durchbohrte mit der Lanze seine Seite, und zugleich floß Blut und Wasser heraus. Der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Wein und Wasser werden mit den folgenden Worten gesegnet: PD: Segne, Herr, die heilige Vereinigung. P: Gepriesen sei die Vereinigung Deiner Heiligen, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Gedächtnis der Heiligen, der Lebenden und der Verstorbenen: Zur Ehre und zum Gedächtnis unserer hochgepriesenen und herrlichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungrau Maria. Auf ihre Gebete hin nimm dieses Opfer auf Deinem Altar in der Höhe der Himmel an. Die Königin hielt sich zu Deiner Rechten, geschmückt mit golddurchwirktem Mantel. Zur Ehre und zum Gedächtnis der Fürsten der himmlischen Scharen, Michael und Gabriel, sowie aller Mächte der himmlischen Geister; des verehrungswürdigen und ruhmreichen Propheten und Vorläufers Johannes des Täufers, und aller heiligen Propheten; der heiligen, ruhmreichen und allverehrten Apostel Petrus und Paulus und aller anderen Apostel; unserer heiligen Väter, der großen Bischöfe und Kirchenlehrer Basilius des Großen, Gregorios des Theologen und Johannes Chrysostomus, Athanasios und Kyrillos, Nikolaus von Myra, Kyrill und Methodius, Lehrer der Slaven, des heiligen Märtyrerbischofs Josaphat und aller heiligen Bischöfe; des heiligen Erstmärtyrers und Erzdiakons Stephanus, der großen heiligen Märtyrer Demetrios, Georgios, Theodoros und aller heiligen Märtyrer und Märtyrerinnen; unserer verehrungswürdigen gotterfüllten Väter Antonios, Euthymios, Sabbas, Onuphrios, Athanasios des Athoniten und aller heiligen Asketen und Asketinnen; der heiligen Wundertäter und Uneigennützigen Kosmas und Damian,

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Kyros und Johannes, Panteleimon und Hermolaos und aller heiligen Uneigennützigen; der heiligen und gerechten Gottesahnen Joachim und Anna; des (oder: der) heiligen NN, Patron dieser Kirche und des (oder: der) heiligen NN, dessen (oder: deren) Fest wir heute begehen, und aller Heiligen, auf deren Gebete, Gott, Du uns heimsuchen wolltest. Gedenke, Herr, der Du die Menschen liebst, des Heiligen Vaters, NN, unseres seligsten Patriarchen, NN, unseres hochgeweihten Erzbischofs, NN, unseres gottgeliebten Bischofs, NN, und des ganzen rechtgläubigen Episkopats, der ehrwürdigen Priesterschaft, des Diakonats in Christus und des ganzen geistlichen Standes, unserer konzelebrierenden Brüder, der Priester und Diakone, unserer Brüder, die Du, gütigster Herr, in Deiner Barmherzigkeit zu Deiner Gemeinschaft berufen hast. Gedenke, Herr, des Bischofs NN, der mich geweiht hat. (Wenn dieser noch lebt) Zum Gedächtnis und zur Vergebung der Sünden der seligen Stifter dieser heiligen Kirche Gedenke, Herr, des Bischofs NN, der mich geweiht hat. (Wenn dieser bereits verstorben ist) Zum Gedächtnis aller unserer Väter und Brüder im rechten Glauben, die in der Hoffnung auf die Auferstehung in Deiner Gemeinschaft, menschenfreundlicher Herr, entschlafen sind. Gedenke, Herr, auch meiner Unwürdigkeit und verzeihe mir jedes freiwillige und unfreiwillige Vergehen. Gebet zum Weihrauch: D: Segne, Herr, den Weihrauch. Laßt uns beten zum Herrn. P: Weihrauch bringen wir Dir dar, Christus, unser Gott, als Duft geistlichen Wohlgeruchs. Nimm ihn gnädig an auf Deinem himmlischen Altar und sende uns dafür die Gnade Deines allheiligen Geistes. Verhüllung der Opfergaben: D: Laßt uns beten zum Herrn. P: Und der Stern kam und blieb über dem Ort, wo das Kind geboren war. D: Laßt uns beten zum Herrn. Bedecke, Herr. P: Der Herr ist König, mit Majestät bekleidet. Der Herr hat sich mit Macht bedeckt, er hat damit seine Lenden gegürtet D: Laßt uns beten zum Herrn. Bedecke, Herr. P: Deine Kraft, Christus, hat die Himmel bedeckt, und die Erde ist voll Deines Ruhmes.

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D: Laßt uns beten zum Herrn. Bedecke, Herr. P: Bedecke uns mit dem Schatten Deiner Flügel. Entferne von uns jeden Feind und jeden Wiedersacher. Mach friedfertig unser Leben. Erbarme Dich unser, Herr, unser und der Welt und errette unsere Seelen, denn Du bist gütig und liebst die Menschen. Gepriesen seist Du, unser Gott, denn so hat es Dir wohlgefallen, D: allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Für die vorliegenden kostbaren Gaben laßt uns beten zum Herrn. P: O Gott, unser Gott, der Du uns das himmlische Brot gesandt hast, die Speise der ganzen welt, unseren Herrn und Gott, Jesus Christus, den Erretter, Erlöser und Wohltäter, der uns segnet und uns heiligt, segne diese Opfergabe und nimm sie auf Deinem Altar über den Himmeln an. Gedenke, Herr, in Deiner Güte und Menschenliebe derer, die sie dargebracht und für die sie sie dargebracht haben. Bewahre uns untadelig bei der Feier Deiner heiligen Geheimnisse. Denn geheiligt und verherrlicht ist Dein allverehrter und höchster Name, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. P: Ehre sei Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre sei Dir. D: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Kyrie eleison, Kyrie eleison, Kyrie eleison. Gib den Segen. P: Christus, unser wahrer Gott, (am Sonntag: der von den Toten auferstanden ist) erbarme sich unser und rette uns auf die Fürbitte seiner allheiligen und allreinen Mutter, unseres Vaters unter den Heiligen, Johannes Chrysostomus, Erzbischofs von Konstantinopel, und aller Heiligen, denn Er ist gütig und liebt die Menschen. D: Amen.

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Liturgie der Katechumenen Vorbereitungsriten Beweihräucherung. Die hl. Türen bleiben bis zum Einzug geschlossen. PD:Im Grab warst Du mit dem Leibe, mit Deiner Seele als Gott in der Unterwelt, im Paradies mit dem Schächer, saßest auch auf dem Thron, mit Vater und Geist und erfüllest alles, Unendlicher. Es folgt der 50. Psalm, sodann 3 kleine Metanien und die Gebete vor dem Altar: PD:Himmlischer König, Tröster, Geist der Wahrheit, der Du überall bist und alles erfüllst, Schatzkammer aller guten Gaben und Spender des Lebens. Komm und nimm Wohnung in uns, reinige uns von jeglichem Makel und rette, o Guter, unsere Seelen. Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. (Zweimal) Herr, öffne meine Lippen, und mein Mund wird Dein Lob verkünden. D: Es ist Zeit, dem Herrn zu opfern. Gib den Segen, Herr. P: Gepriesen sei unser Gott allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. D: Amen. Bete für mich, Herr. P: Der Herr lenke Deine Schritte zu jedem guten Werk. D: Gedenke meiner, Herr. P: Der Herr gedenke deiner in seinem Reich allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. D: Amen. Herr, Du wirst meine Lippen öffnen, und mein Mund wird Dein Lob verkünden. Einleitungsdoxologie D: Gib den Segen, Herr. P: Gepriesen + sei das Reich des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

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V: Amen. D: In Frieden laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Um himmlischen Frieden und das Heil unserer Seelen laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für den Frieden in der Welt, das Wohl der heiligen Kirchen Gottes und die Einheit aller, laßt und beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für dieses heilige Haus und alle, die es mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht besuchen, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für den heiligen Vater NN, unseren seligsten Patriarchen NN, unseren hochgeweihten Metropoliten NN, unseren hochgeweihten Erzbischof NN, unseren gottgeliebten Bischof NN, für den Priesterstand, den Diakonat in Christus, für den ganzen Klerus und alle Gläubigen, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für unser Volk und Vaterland, für alle, die es regieren und beschützen, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für diese Stadt, jede Stadt und jedes Land und die im Glauben darin Lebenden, laßt uns beten zum Herrn.

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V: Herr, erbarme Dich. D: Um gedeihliche Witterung, um reichlichen Ertrag der Früchte der Erde und um friedliche Zeiten, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für die Reisenden zu Land, zu Wasser und in der Luft, für die Kranken, Leidenden und Gefangenen und um ihr Heil, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Daß Er uns erlöse von aller Trübsal, von Zorn, Not und Bedrängnis, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und wache über uns, o Gott, durch Deine Gnade. V: Herr, erbarme Dich. D: Unserer allheiligen, allreinen, hochgelobten und ruhmreichen Herrin, der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria mit allen Heiligen gedenkend, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus unserm Gott überliefern. V: Dir, o Herr. Der Priester betet leise das Gebet der 1. Antiphon: Herr, unser Gott, Deine Macht ist unvergleichlich, Deine Herrlichkeit unbegreiflich, Dein Erbarmen unermeßlich, Deine Menschenliebe un

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aussprechlich. Schau, Gebieter, in Deiner Güte auf uns und auf dieses heilige Haus herab. Breite über uns und allen, die mit uns beten, den Reichtum Deiner Barmherzigkeit und Güte aus. Mit erhobener Stimme: Denn Dir gebührt aller Ruhm, Ehre und Anbetung, dem + Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Und die Sänger singen die erste Antiphon. Der Diakon verneigt sich, verläßt seinen Platz und steht während der Antiphon bei der Christusikone. Er hält das Orarion mit drei Fingern der rechten Hand. Erste Antiphon An Wochentagen: Gut ist es, den Herrn zu preisen,* Deinen Namen, Höchster, zu besingen. Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. Zu künden frühmorgens Deine Huld,* Deine Treue in den Nächten. Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. Denn der Herr, unser Gott, ist gerecht,* an Ihm befindet sich kein Fehl. Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,* jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. An Sonntagen: Jubelt Gott, alle Länder!* Singet vom Ruhm seines Namens, entbietet Ihm ehrenden Lobgesang.

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Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. Sprechet zu Gott: Wie ehrfurchtgebietend sind Deine Werke!* Ob Deiner gewaltigen Macht huldigen Dir Deine Feinde. Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. Alle Welt neige sich vor Dir und singe Dir,* besinge Deinen Namen. Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,* jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen Auf die Fürbitte der Gottesgebärerin,* Retter, rette uns. 1. Psalm der Typika Lobpreise den Herrn, meine Seele,* gepriesen sei der Herr. Lobpreise den Herrn, meine Seele* und was in mir ist seinen heiligen Namen,* und vergiß nicht, was Er dir Gutes getan. Er vergibt dir all deine Sünden* und heilt all deine Gebrechen. Er erlöst dein Leben vom Verderben,* krönt dich mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr,* geduldig und von großer Güte. Ehre sei dem + Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,* jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lobpreise den Herrn, meine Seele* und was in mir ist seinen heiligen Namen,* gepriesen sei der Herr. Nach Beendigung der Antiphon kehrt der Diakon an seinen gewöhnlichen Platz zurück, verbeugt sich und verkündet: D: Wieder und wieder laßt uns in Frieden beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und wache über uns, o Gott, durch Deine Gnade.

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V: Herr, erbarme Dich. D: Unserer allheiligen, allreinen, hochgelobten und ruhmreichen Herrin, der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria mit allen Heiligen gedenkend, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus unserm Gott überliefern. V: Dir, o Herr. Gebet der 2. Antiphon: Herr, unser Gott, rette Dein Volk und segne Dein Erbe. Bewahre die Fülle Deiner Kirche, heilige alle, die da lieben die Zierde Deines Hauses. Verherrliche sie durch Deine göttliche Kraft und verlaß uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Mit erhobener Stimme: Denn Dein ist die Macht, Dein das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit, + Vater, Sohn und Heiliger Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Die Sänger singen feierlich die zweite Antiphon, und der Diakon stellt sich so hin wie bei der ersten Antiphon. Zweite Antiphon An Wochentagen: Der Herr ist König, mit Hoheit umkleidet!* Ja, es hat sich umkleidet der Herr, mit Kraft gegürtet. Auf die Fürbitte Deiner Heiligen,* Retter, rette uns. Er ist es, der den Erdkreis festigt,* daß er nicht wankt.

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Auf die Fürbitte Deiner Heiligen,* Retter, rette uns. Deine Gesetze sind durchaus zuverlässig;* Deinem Haus, o Herr, gebührt Heiligkeit für alle Zeiten. Auf die Fürbitte Deiner Heiligen,* Retter, rette uns. Ehre +...jetzt und allezeit: Du einziggeborener Sohn... An Sonntagen: Gott sei uns gnädig und segne uns!* Er lasse uns sein Antlitz leuchten und erbarme sich unser. Rette uns, Sohn Gottes,* von den Toten erstanden, die wir Dir singen: Alleluja. So wird man auf Erden Dein Walten erkennen,* unter allen Völkern Deine Hilfe. Rette uns, Sohn Gottes,* von den Toten erstanden, die wir Dir singen: Alleluja. Die Völker sollen Dich preisen,* Gott, es sollen Dich preisen die Völker alle. Rette uns, Sohn Gottes,* von den Toten erstanden, die wir Dir singen: Alleluja. Ehre +...jetzt und allezeit: Du einziggeborener Sohn... 2. Psalm der Typika Lobpreise den Herrn, meine Seele,* ich will loben den Herrn, solange ich lebe* und meinem Gott lobsingen, solange ich bin. Vertrauet nicht auf Fürsten,* auf einen Menschen, bei dem es Hilfe nicht gibt. Der Herr behütet die fremden Bürger,* Waisen und Witwen richtet Er auf,* doch die Ruchlosen leitet er fehl. Der Herr ist König auf ewig,* dein Gott, Sion, von Geschlecht zu Geschlecht. Ehre +...jetzt und allezeit: Du einziggeborener Sohn und Wort Gottes, Unsterblicher,* der Du freiwillig um unseres Heiles Willen* wolltest Fleisch

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annehmen aus der heiligen Gottesgebärerin und immer-währenden Jungfrau Maria:* ohne Dich zu verändern wurdest Du Mensch* und gekreuzigt, Christus, unser Gott,* hast Du im Tod den Tod bezwungen,* Du, einer der Heiligsten Dreifaltigkeit,* gleichverherrlicht mit dem Vater und dem Heiligen Geist:* errette uns. Sodann der Diakon: D: Wieder und wieder laßt uns in Frieden beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und wache über uns, o Gott, durch Deine Gnade. V: Herr, erbarme Dich. D: Unserer allheiligen, allreinen, hochgelobten und ruhmreichen Herrin, der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria mit allen Heiligen gedenkend, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus unserm Gott überliefern. V: Dir, o Herr. Gebet der 3. Antiphon: Du hast uns diese gemeinsamen und einmütigen Gebete geschenkt. Du hast auch versprochen, daß wo zwei oder drei in Deinem Namen sich versammeln, Du sie erhörest. So erfülle denn jetzt die Bitten Deiner Diener zu ihrem Heile: Gib uns in dieser Welt die Erkenntnis Deiner Wahrheit, in der zukünftigen aber ewiges Leben.

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Mit erhobener Stimme: Denn ein gütiger und menschenliebender Gott bist Du, und Dir senden wir Lobpreis empor, + Vater, Sohn und Heiliger Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen.

Die hl. Türen werden für den kleinen Einzug geöffnet. Dritte Antiphon Kommt, laßt uns jubeln dem Herrn,* jauchzen Gott, unserem Erlöser. An Wochentagen: Rette uns, Sohn Gottes,* wunderbar in Deinen Heiligen, die wir Dir singen: Alleluja. An Sonntagen: Rette uns, Sohn Gottes,* von den Toten erstanden, die wir Dir singen: Alleluja. Treten wir vor Ihn mit Dank,* jauchzen wir Ihm mit Harfen. Rette uns, Sohn Gottes... In Seinen Händen befinden sich die tiefsten Gründe der Erde,* die Gipfel der Berge gehören Ihm. Rette uns, Sohn Gottes... Seligpreisungen Herr, gedenke unser,* wenn Du in Dein Reich kommst. Selig die Armen im Geist,* denn ihrer ist das Himmelreich. Selig die Trauernden,* denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen,* denn sie werden das Land besitzen. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit,* denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen,* denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig, die reinen Herzens sind,* denn sie werden Gott schauen. Selig die Friedfertigen,*denn sie werden Kinder Gottes ge

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nannt werden. Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen,* denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen,* wenn sie euch verfolgen,* und wenn sie lügnerisch alles Böse gegen euch reden um meinetwillen. Freuet euch und frohlocket,* denn euer Lohn wird groß sein im Himmel. Während die Sänger die dritte Antiphon oder, falls es ein Sonntag ist, die Seligpreisungen singen, machen Priester und Diakon vor dem hl. Altar drei kleine Metanien. Sodann nimmt der Priester das Evangeliar, gibt es dem Diakon, und beide gehen rechts um den hl. Altar herum.Vor ihnen gehen die Kerzenträger durch die nördl. Türen. Am gewohnten Platz angekommen, verbeugen sich beide, und wenn der Diakon betet: Laßt und beten zum Herrn, spricht der Priester leise das Gebet zum Einzugs. Gebet des Einzugs: Gebieter, Herr unser Gott, Du hast in den Himmeln Ordnungen und Heere von Engeln und Erzengeln für den Dienst Deiner Herrlichkeit bestellt: Laß mit unserem Einzug die heiligen Engel Einzug halten, die mit uns diesen Dienst mitfeiern und Deine Güte mitverherrlichen. Denn Dir gebührt aller Ruhm, alle Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Nach dem Gebet deutet der Diakon mit der rechten Hand nach Osten, mit drei Fingern das Orarion haltend, und spricht: Segne, Gebieter, diesen heiligen Einzug. Der Priester spricht, indem er segnet: + Gepriesen sei der Einzug Deiner Heiligen

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allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Der Diakon hält dem Priester das Evangeliar hin. Dieser küßt es. Wenn die Antiphon beendet ist, geht der Diakon in die Mitte vor den Priester, erhebt das Evangeliar und spricht mit erhobener Stimme: Weisheit! Stehet aufrecht! Nachdem er sich verbeugt hat, geht der Diakon zum Altar, der Priester folgt ihm. Der Diakon legt das Evangeliar auf den hl. Altar. Die Sänger singen: Kommt und laßt uns anbeten,* fallen wir nieder vor Christus. An Wochentagen: Rette uns, Sohn Gottes,* wunderbar in Deinen Heiligen, die wir Dir singen: Alleluja. An Sonntagen: Rette uns, Sohn Gottes,* von den Toten erstanden, die wir Dir singen: Alleluja. Es folgen die gewöhnlichen Troparien. Währenddessen betet der Priester leise: Gebet des Trisagion: Heiliger Gott, Du wohnst in Deinen Heiligen. Die Seraphim, die Dir dreimal »Heilig« singen, preisen Dich. Die Cherubim verherrlichen Dich, und alle himmlischen Mächte beten Dich an. Du hast alle Dinge aus dem Nichts ins Dasein geführt. Du hast den Menschen nach Deinem Bild und Gleichnis geschaffen und ihn mit allen Gaben Deiner Gnade geschmückt. Du verleihst den Bittenden Weisheit und Verstand. Du verwirfst den Sünder nicht, sondern hast die Buße zum Heil eingesetzt . Du hast uns geringe und unwürdige Diener gewürdigt, zu dieser Stunde vor der Herrlichkeit Deines heiligen Altares zu stehen und Dir die schuldige Anbetung und Verherrli

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chung darzubringen. Herr, empfange in gleicher Weise aus dem Munde der Sünder den Lobgesang des Dreimal-Heilig und blicke in Güte auf uns herab. Verzeihe uns jede aus Bosheit und Schwäche begangene Verfehlung. Heilige unsere Seelen und unsere Leiber, und laß uns Dir in Heiligkeit dienen alle Tage unseres Lebens; auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die von Ewigkeit Dir wohlgefällig waren. Wenn die Sänger zum letzten Tropar kommen, spricht der Diakon zum Priester, indem er sich verbeugt und mit drei Fingern das Orarion hält: D: Segne, Gebieter, den Augenblick des Dreimal-Heilig. Und der Priester, ihm deutend, verkündet: Denn heilig bist Du, unser Gott, und Dir senden wir Lobpreis empor, dem + Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar. Und der Diakon begibt sich zu den heiligen Türen, erhebt das Orarion und spricht mit erhobener Stimme zu den in der Kirche Stehenden: Und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Und sogleich: Heiliger + Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. (Dreimal) Ehre sei dem + Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. Heiliger + Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser.

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Während das Trisagion gesungen wird, beten es auch der Priester und der Diakon und machen währenddessen drei kleine Metanien vor dem heiligen Altar. Sodann spricht der Diakon zum Priester: D: Befiehl, Gebieter. Und sie begeben sich zum Thron. Ebendort spricht der Priester: P: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. D: Segne, Gebieter, den erhabenen Thron. P: + Gepriesen seist Du auf dem Thron der Herrlichkeit Deines Reiches, thronend über den Cherubim, allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Es wird daran erinnert, daß es dem Priester nicht zusteht, zum Thron hinaufzugehen oder auf ihm zu sitzen, sondern seitlich vom Throne, auf der südlichen Seite. Nach dem Ende des Trisagion begibt sich der Diakon zu den heiligen Türen und spricht mit erhobener Stimme: D: Haben wir acht! P: Der Friede + sei mit euch allen! D: Weisheit! Haben wir acht! Und die Sänger singen das Prokimenon, einen Psalm Davids. Sodann spricht der Diakon: D: Weisheit! Und der Lektor singt die Überschrift der Lesung: L: Lesung aus dem Brief des hl. Apostels NN an die NN, bzw.: Lesung aus der Apostelgeschichte. D: Laßt uns aufmerken! Nach der Lesung spricht der Priester: P: Friede Dir.

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D: Weisheit, stehet aufrecht. V: Alleluja, alleluja, alleluja. Mit den Versen. Während das Alleluja gesungen wird, nimmt der Diakon das Weihrauchfaß und den Weihrauch, geht zum Priester, empfängt von diesem den Segen und beweihräuchert den Altar von allen Seiten und den Priester. Der Priester, vor dem heiligen Altar stehend, spricht das folgende Gebet: Gebet vor dem Evangelium: Laß in unseren Herzen, menschenfreundlicher Herr, das reine Licht Deiner göttlichen Erkenntnis erstrahlen. Öffne die Augen unseres Geistes, daß er Deine Frohbotschaft erfasse. Pflanze ein in uns die Ehrfurcht vor Deinen seligmachenden Geboten, damit wir in uns die fleischlichen Begierden unterdrücken, einen Lebenswandel im Heiligen Geist führen und Dir in all unserem Denken und Tun wohlgefallen. Denn Du bist das Licht unserer Seelen und unserer Leiber, Christus, Gott, und Dir bringen wir Lobpreis dar, zusammen mit Deinem allheiligen, gütigen und lebensspendenden Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Nachdem er das Weihrauchfaß an den gewohnten Ort getan hat, geht der Diakon zum Priester, verbeugt sich vor ihm, hält das Orarion mit drei Fingern, deutet auf das Evangelium und spricht: Segne, Gebieter, den Verkünder des Evangeliums des heiligen Apostels und Evangelisten NN. Der Priester, sich ihm zuwendend, spricht:. Gott gewähre Dir auf die Gebete des heiligen und ruhmreichen Apostels und Evangelisten NN, daß Du sein Wort mit großer Kraft verkündest

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zur Erfüllung des Evangeliums seines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Chrtistus. Und er gibt ihm das heilige Evangelium. Nachdem der Diakon Amen gesagt hat und sich vor dem hl. Evangelium verbeugt hat, nimmt er es, geht durch die hl. Türen, und begibt sich mit den Kerzenträgern zum Ambo oder zum festgelegten Platz. Der Priester steht vor dem hl. Altar, blickt nach Westen, und verkündet: P: Weisheit! Stehet aufrecht! Laßt uns das heilige Evangelium hören! Auch: Friede + sei mit euch allen! V: Und mit deinem Geiste. D: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach NN. V: Ehre + sei Dir, o Herr, Ehre sei Dir. P: Haben wir acht! Nach dem Evangelium spricht der Priester: P: Friede Dir, dem Verkünder. V: Ehre + sei Dir, o Herr, Ehre sei Dir. Und der Diakon geht bis zu den hl. Türen und gibt das hl Evangelium dem Priester. Die hl. Türen werden erneut geschlossen. Der Diakon, auf seinem gewohnten Platz stehend, setzt fort: D: Sprechen wir alle aus ganzer Seele und aus ganzem Herzen: V: Herr, erbarme Dich. D: Herr, Allherrscher, Gott unserer Väter, erhöre uns und erbarme Dich. V: Herr, erbarme Dich.

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D: Erbarme Dich unser, o Gott, nach Deiner großen Barmherzigkeit, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. V: Herr, erbarme Dich. (Dreimal) Gebet der inständigen Bitte: Herr, unser Gott, nimm dieses inständige Gebet Deiner Diener an. Erbarme Dich unser nach Deiner großen Barmherzigkeit. Laß Dein Mitleid auf uns herabsteigen und Dein Volk, das von Deiner Güte überreiches Erbarmen erwartet. D: Laßt uns auch beten für den heiligen Vater NN, für unseren seligsten Patriarchen NN, unseren hochgeweihten Metropoliten NN, unseren hochgeweihten Erzbischof NN, unseren gottgeliebten Bischof NN, für alle die dienen und gedient haben in diesem heiligen Haus, für unsere geistlichen Väter, und für alle Brüder und Schwestern in Christus. V: Herr, erbarme Dich. (Dreimal) D: Für diejenigen, denen die Regierung unseres Landes anvertraut ist, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. (Dreimal) Hier können weitere Fürbitten hinzugefügt werden. D: Bitten wir noch für das umstehende Volk, das von Dir großes und reiches Erbarmen erwartet, für diejenigen, die uns Almosen gewähren

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oder Werke der Barmherzigkeit tun, sowie für alle rechtgläubigen Christen. V: Herr, erbarme Dich. (Dreimal) Mit erhobener Stimme: P: Denn barmherzig und menschenliebend bist Du, o Gott, und Dir senden wir Lobpreis empor, dem + Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Findet die Opferung für die Verstorbenen statt, so betet der Diakon oder der Priester die folgenden Fürbitten: D: Erbarme Dich unser, Gott, nach Deiner großen Barmherzigkeit. Wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich. V: Herr, erbarme Dich. (Dreimal) D: Wir bitten Dich auch für die Seelenruhe des entschlafenen Dieners Gottes (oder: der entschlafenen Dienerin Gottes) NN, daß ihm seine (oder: ihr ihre) freiwilligen und unfreiwilligen Sünden vergeben werden. V: Herr, erbarme Dich. (Dreimal) D: Auf das Gott seine (oder: ihre) Seele an den Ort bringe, wo sich die Gerechten der Ruhe erfreuen. V: Herr, erbarme Dich. (Dreimal) D: Das göttliche Erbarmen, das Reich des Himmels und die Verzeihung seiner (oder: ihrer)

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Sünden laßt uns von Christus, dem unsterblichen König, unserem Gott für ihn (oder: sie) erbitten. V: Gewähr' es, o Herr. D: Laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. Der Priester betet leise: Gott der Geister und allen Fleisches, Du hast den Tod überwunden, den Teufel zunichte gemacht und der Welt das Leben gegeben. Herr, schenke Ruhe der Seele Deines entschlafenen Dieners (oder: Deiner entschlafenen Dienerin) NN am Ort des Lichtes, der Wonne und der Ruhe, wo weder Schmerz noch Trauer noch Klage sind.Verzeihe ihm (oder: ihr) alle Sünden in Worten, Werken, Gedanken, als der Gütige und menschenliebende Gott. Es gibt ja keinen lebendigen Menschen, der nicht sündigt, Du allein bist ohne Sünde. Deine Gerechtigkeit ist Gerechtigkeit auf ewig, und Dein Wort ist Wahrheit. Mit erhobener Stimme: Denn Du bist die Auferstehung, das Leben und die Ruhe Deines entschlafenen Dieners (oder: Deiner entschlafenen Dienerin) NN, Christus, unser Gott, und Dir senden wir Lobpreis empor, zusammen mit Deinem ewigen + Vater und Deinem allheiligen, gütigen und lebenspenden

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den Geist, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Hier kann die Ektenie für die Katechumenen eingefügt werden. D: Wir Gläubigen wollen wieder und wieder den Herrn in Frieden bitten. V: Herr, erbarme Dich. D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und wache über uns, o Gott, durch Deine Gnade. V: Herr, erbarme Dich. Das erste Gebet der Gläubigen: Wir danken Dir, Herr, Gott der Mächte, denn Du hast uns gestattet, uns wiederum vor Deinen heiligen Altar zu stellen und um Deine Barmherzigkeit für unsere eigenen Sünden und die Unwissenheit des Volkes zu flehen. Gott, nimm unser Gebet an. Mach uns würdig, Dir Gebete, Bitten und unblutige Opfer für Dein Volk darzubringen; mach auch uns, die Du zu diesem Dienst bestellt hast, fähig, Dich in der Kraft Deines Heiligen Geistes ohne Tadel und Ärgernis, mit dem Zeugnis eines reinen Gewissens anzurufen zu jeder Zeit und an jedem Ort, damit Du uns, wenn Du uns erhörst, in Deiner großen Güte gnädig bist. Das zweite Gebet der Gläubigen: Wieder und wieder fallen wir vor Dir nieder, gütiger und menschenfreundlicher Gott, und

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flehen zu Dir: Blicke herab auf unser Gebet; reinige unsere Seelen und unsere Körper von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes. Gib, daß wir vor Deinem heiligen Altare stehen, ohne in Schuld zu fallen oder Züchtigung zu verdienen. Denen, die mit uns beten, o Gott, schenke die Gnade, daß sie in dem Maße, in dem sie im Leben weiterkommen, auch im Glauben und in der geistlichen Erkenntnis fortschreiten. Und da sie Dir ihre Verehrung stets mit Achtung und Liebe erweisen, laß sie, ohne in Schuld zu fallen oder Züchtigung zu verdienen, an Deinen heiligen Geheimnissen teilnehmen und so Dein himmlisches Reich verdienen. D: Weisheit! Der Diakon betritt durch die südliche Türe das Heiligtum. Mit erhobener Stimme: P: Daß wir, von Deiner Macht behütet, Dir Lobgesang emporsenden, dem + Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Die hl. Türen werden geöffnet. Das Cherubikon und der Große Einzug V: Himmlische Heere der Cherubim stellen wir in mystischem Geheimnis dar. Dem dreifaltigen Lebensquell singen wir dreimal heiligen Lobgesang. All irdisch Sinnen und Trachten laßt uns nun vergessen.

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Während dieses Hymnus nimmt der Diakon das Weihrauchfaß, gibt Weihrauch hinein, holt sich den Segen vom Priester, und beweihräuchert den hl. Altar von allen Seiten, das Heiligtum, die Ikonostas, den Priester und das Volk. Dabei betet er Ps. 50. Der Priester betet still dieses Gebet: Niemand ist würdig, zu Dir zu kommen, sich Dir zu nahen oder Dir zu dienen, König der Herrlichkeit, wenn ihn noch Leidenschaften und fleischliche Lüste fesseln. Denn Dir zu dienen ist groß und furchtbar, selbst für die himmlischen Mächte. Dennoch bist Du in Deiner unaussprechlichen und unvergleichlichen Menschenliebe, ohne jede Wandlung und Veränderung, Mensch geworden. Du wurdest unser Hoherpriester und hast uns als Gebieter des Alls den Dienst dieses liturgischen und unblutigen Opfers anvertraut. Denn Du allein Herr, unser Gott, herrschest über die Geschöpfe des Himmels und der Erde, Du sitzest auf dem Thron der Cherubim, bist der Herr der Seraphim und der König Israels, Du bist der allein Heilige und ruhst in Deinen Heiligen. Darum bitte ich Dich, allein Gütiger und Huldvoller: Schau gnädig auf mich, Deinen sündhaften und unnützen Diener; reinige meine Seele und mein Herz von jedem bösen Gewissen; durch Deinen Heiligen Geist mach mich, der ich mit der Gnade des Priester-tums bekleidet bin, fähig, an Deinem heiligen Tisch hier zu stehen und Deinen heiligen und makello

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sen Leib und Dein kostbares Blut darzubringen. Siehe, ich nahe mich Dir mit gebeugtem Haupt und flehe demütig: Wende Dein Antlitz nicht von mir und verstoße mich nicht aus der Zahl Deiner Diener, sondern gestatte, daß Dein sündiger und unwürdiger Diener Dir diese Gaben darbringt. Denn Du opferst und wirst geopfert, empfängst und wirst ausgeteilt, Christus, unser Gott, und Dir senden wir Lobpreis empor, zusammen mit Deinem Vater ohne Ursprung, und Deinem allheiligen, gütigen und lebenspendenden Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Nach dem Gebet und der Beweihräucherung stehen der Priester und der Diakon vor dem hl. Altar und beten dreimal das Cherubikon und machen nach jedem Mal eine kleine Metanie. Himmlische Heere der Cherubim stellen wir in mystischem Geheimnis dar. Dem dreifaltigen Lebensquell singen wir dreimal heiligen Lobgesang. All irdisch Sinnen und Trachten laßt uns nun vergessen. Denn den König des Alls wollen wir empfangen, der von Engelscharen unsichtbar geleitet wird. Alleluja, alleluja, alleluja. (Dreimal) Sodann gehen sie, der Diakon voran, zum Proskomedikon, und der Priester beweihräuchert die hl. Gaben und betet leise: + Gott, sei mir Sünder gnädig. Der Diakon spricht zum Priester: Erhebe es, Gebieter.

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Der Priester nimmt das große Velum, gibt es auf die linke Schulter des Diakons, und sagt: Erhebt eure Hände zum Heiligtum und preiset den Herrn. Sodann nimmt er den hl. Diskos, gibt ihn auf den Kopf des Diakons mit aller Vorsicht und Ehrfurcht. Der Diakon trägt auch das Weihrauchfaß mit einem Finger der rechten Hand. Selbst nimmt der Priester den hl. Kelch. Priester und Diakon gehen betend durch die nördliche Türe, die Kerzenträger vor ihnen. Der Diakon betet: Euer aller, rechtgläubige Christen, gedenke Gott der Herr in Seinem Reiche immerdar, jetzt uns allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der Priester betet: Des heiligen Vaters NN, unseres seligsten Patriarchen NN, unseres hochgeweihten Erzbischofs NN,unseres gottgeliebten Bischofs NN, des gesamten Priester-, Diakons-, und Ordensstandes und Klerus, der edlen, unvergeßlichen Stifter und Wohltäter dieses heiligen Hauses und euer aller, rechtgläubige Christen, gedenke Gott der Herr in seinem Reiche immerdar, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Und sogleich: Denn den König des Alls wollen wir empfangen, der von Engelscharen unsichtbar geleitet wird. Alleluja, alleluja, alleluja. Durch die hl. Türen wieder beim Altar angekommen, stellt der Priester den hl. Kelch auf den Altar. Dann nimmt er den hl. Diskos vom Kopf des Diakons und stellt diesen ebenso auf den hl. Altar. Er nimmt er die Velen

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von dem hl. Kelch und dem hl. Diskos und legt sie zur Seite. Von den Schultern des Diakons nimmt er das große Velum, beweihräuchert es, und bedeckt damit die hl. Gaben indem er betet: Der edle Joseph nahm vom Holze Deinen makellosen Leib, hüllte ihn in reine Linnen, deckte ihn mit duftenden Kräutern und legte ihn in ein neues Grab. Sodann übernimmt er das Weihrauchfaß vom Diakon, beweihräuchert die hl. Gaben dreimal und betet: In Deiner Huld tue Gutes an Zion, errichte wieder die Mauern Jerusalems! Alsdann gefallen Dir rechtmäßige Opfer, - Brandopfer und Ganzhingabe -; dann wird man junge Stiere auf Deinem Altar darbringen. Nachdem er das Weihrauchfaß weggegeben hat, verbeugt er sich und spricht zum Diakon: Gedenke meiner, Bruder und Konzelebrant. Und der Diakon zum Priester: Gott, der Herr, gedenke deines Priestertums in seinem Reiche. Der Priester: Bete für mich, der Du mit mir den heiligen Dienst verrichtest. Der Diakon verbeugt sich, hält das Orarion mit drei Fingern der rechten Hand und spricht zum Priester: Der Heilige Geist wird über Dich kommen, und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten. Der Priester: Dir selbe Geist wird uns beistehen alle Tage unseres Lebens.

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Der Diakon zum Priester: Gedenke meiner, heiliger Herr. Der Priester: Gott, der Herr, gedenke deiner in seinem Reich allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der Diakon: Amen. Der Diakon verbeugt sich nun vor dem Priester und geht durch die nördliche Türe zu seinem gewohnten Platz und betet: D: Laßt uns vollenden unser Gebet vor dem Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für die hier dargebrachten kostbaren Gaben laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für dieses heilige Haus und alle, die es mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht besuchen, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Daß er uns erlöse von aller Trübsal, von Zorn, Not und Bedrängnis, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. Gebet der Darbringung nach der Übertragung der reinen Gaben auf den hl. Altar: Herr, allmächtiger Gott, Du allein Heiliger, Du nimmst das Lobopfer von denen an, die Dich aus ganzem Herzen anrufen. Nimm auch das Gebet

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von uns Sündern entgegen und laß es auf Deinen heiligen Altar gelangen. Mach uns fähig, Dir geistige Gaben und Opfer darzubringen für unsere eigenen Sünden und die Fehler Deines Volkes. Würdige uns, Gnade vor Deinen Augen zu finden, auf daß unser Opfer Dir wohlgefällig sei. Und Dein gütiger Geist der Gnade möge über uns, über die hier bereiteten Gaben und über Dein ganzes Volk herabkommen. D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und wache über uns alle, o Gott, durch Deine Gnade. V: Herr, erbarme Dich. D: Daß der heutige Tag vollkommen, heilig, friedvoll und ohne Sünde sei, laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Den Engel des Friedens, den treuen Führer und Beschützer von Seele und Leib, laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Verzeihung und Nachlaß unserer Sünden und Verfehlungen laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und den Frieden der Welt laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr.

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D: Daß wir die übrige Zeit unseres Lebens in Frieden und Buße vollenden, laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Qual und Schande und in Frieden, und eine gute Verantwortung vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi laßt uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Unserer allheiligen, allreinen, hochgelobten und ruhmreichen Herrin, der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria mit allen Heiligen gedenkend, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus unserm Gott überliefern. V: Dir, o Herr. P: Durch das Erbarmen Deines eingeborenen Sohnes, mit dem Du gepriesen wirst zusammen mit Deinem allheiligen, gütigen und lebenspendenden + Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. P: Friede + sei mit euch allen. V: Und mit deinem Geiste. D: Laßt uns einander lieben, auf daß wir in Eintracht bekennen: V: Den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, die wesenseine und ungeteilte Dreifaltigkeit.

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Der Priester macht drei kleine Metanien und betet leise: Ich will Dich lieben, Herr, meine Stärke. Der Herr ist mein Halt, meine Burg und mein Befreier. (Dreimal) Und er küßt die hl. Gaben so, wie sie verdeckt vor ihm liegen. Zuerst den Diskos und dann den Kelch und auch den hl. Altar. Sind zwei oder mehr Priester da, so küßt ein jeder ebenso die hl. Gaben und den hl. Altar und der eine den anderen auf die Schulter. Der Hauptzelebrant sagt: Christus ist unter uns. Der, den der Hauptzelebrant küßt, antwortet: Er ist es und wird es immer sein. Auch die Diakone, wenn es zwei sind, küssen ihr Orarion wo das Kreuz ist, und der eine den anderen auf die Schulter mit dem selben Gruß wie der Priester. Ist nur ein Diakon da, so verneigt er sich, wo er steht, küßt das Kreuz auf dem Orarion, und verkündet: D: Die Türen, die Türen! In Weisheit laßt uns achtgeben! Der Priester nimmt das große Velum und bewegt es über den hl. Gaben. Wenn mehrere Priester zelebrieren, so halten auch sie das hl. Velum und bewegen es über den hl. Gaben. Dabei beten sie leise, wie das Volk, das Glaubensbekenntnis. V: Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater,* Schöpfer des Himmels und der Erde, aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn,* der vom Vater ausgeht vor aller Zeit; Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen,* eines Wesens mit dem Vater, durch Ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und um unseres Heiles willen ist Er vom Himmel herabgestiegen:* Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geiste aus Maria, der Jungfrau, und ist Mensch geworden;

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Gekreuzigt wurde Er sogar für uns;* unter Pontius Pilatus hat Er gelitten und ist begraben worden; Und ist auferstanden am dritten Tage, gemäß der Schrift;* Er ist aufgefahren in den Himmel und sitzt zur Rechten des Vaters; Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, Gericht zu halten über Lebende und Tote,* und seines Reiches wird kein Ende sein. Und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender,* der vom Vater ausgeht; Er wird mit dem Vater und dem Sohn zugleich angebetet und verherrlicht; Er hat gesprochen durch die Propheten. Und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.* Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Ich erwarte die Auferstehung der Toten,* und das Leben der zukünftigen Welt. Amen. D: Laßt uns geziemend und ehrfurchtsvoll stehen. Haben wir acht, daß wir das heilige Opfer in Frieden darbringen. V: Die Gabe des Friedens, das Opfer des Lobes. Nachdem der Priester das Velum von den hl. Gaben genommen hat, küßt er es, legt es zur Seite, und spricht: Die Gnade unseres Herrn. Der Diakon verbeugt sich, tritt hin zum Altar, nimmt das Rhipidion und bewegt es mit aller Achtung über den hl. Gaben. Gibt es keine Rhipida, so tut er dies mit einem der Velen. P: Die Gnade unseres Herrn + Jesu Christi, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! V: Und mit Deinem Geiste. Der Priester, sich wieder nach Osten wendend: P: Erheben wir die Herzen.

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V: Wir haben sie beim Herrn. P: Laßt uns Dank sagen dem Herrn. V: Es ist würdig und recht, den + Vater, den Sohn und den Heiligen Geist anzubeten, die wesensgleiche und ungeteilte Dreifaltigkeit. Der Priester betet leise: Es ist würdig und recht, Dir zu singen, Dich zu loben, Dir Dank zu sagen, Dich anzubeten an jedem Ort Deiner Herrschaft. Denn Du bist der unaussprechliche, unbegreifliche, unsichtbare, unfaßbare Gott, ewig und gleichbleibend, Du und Dein einziggeborener Sohn und Dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichts ins Dasein geführt, hast uns nach unserem Fall wieder aufgerichtet, und hörst nicht auf, zu keiner Stunde, um uns in den Himmel zu erheben und uns Dein künftiges Reich zu schenken. Für dies alles danken wir Dir, Deinem einziggeborenen Sohn und Deinem Heiligen Geist; für alle uns erwiesenen Wohltaten, die uns bekannten oder unbekannten, offenkundigen oder verborgenen. Wir sagen Dir auch Dank für diesen Opferdienst, den Du aus unseren Händen gnädig anzunehmen geruhst, obwohl Tausende von Erzengeln, Zehntausende von Engeln, die Cherubim und die sechsflügeligen, vieläugigen Seraphim fliegend und schwebend Dich umgeben. Der Diakon nimmt den hl. Stern und bezeichnet den Diskos mit dem Zeichen des Kreuzes, küßt ihn, und legt ihn beiseite.

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P: Die das Siegeslied singen, jauchzen, rufen und sprechen: V: Heilig, heilig, heilig, Herr Sabaoth,* Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit,* Hosanna in der Höhe.* Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.* Hosanna in der Höhe.

Der Diakon tritt hinzu und bleibt auf der rechten Seite. Er nimmt das Rhipidion und bewegt es langsam und mit aller Achtung und Ehrfurcht über den hl. Gaben, damit sich keine Fliegen o.ä. daraufsetzen.

Der Priester betet: Mit diesen seligen Mächten, menschen-freundlicher Herr, rufen auch wir und sprechen: Heilig bist Du, heilig und allheilig, Du, Dein eingeborener Sohn und Dein Heiliger Geist. Heilig bist Du, heilig und allheilig, und wunderbar ist Deine Herrlichkeit. So sehr hast Du die Welt geliebt, daß Du Deinen eingeborenen Sohn dahingabst, damit niemand, der an Ihn glaubt, verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Er kam und hat den ganzen Heilsplan um unseretwillen erfüllt. Und in der Nacht, in der Er überliefert wurde - oder vielmehr: sich selber überlieferte - für das Leben der Welt, nahm Er Brot in seine heiligen, allreinen, makellosen Hände, dankte, + segnete, heiligte, brach und gab es seinen heiligen Jüngern und Aposteln, indem Er sprach: Mit erhobener Stimme:

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Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für Euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden. Priester und Diakon verneigen sich tief. V: + Amen. Während der Priester dies spricht, deutet ihm der Diakon zum hl. Diskos, das Orarion mit drei Fingern der rechten Hand haltend. Ebenso wenn der Priester spricht: "Trinket alle daraus", deutet der Diakon zum hl. Kelch. Der Priester, leise: Ebenso nahm er nach dem Mahl + den Kelch und sprach: Mit erhobener Stimme: Trinket alle daraus, das ist mein Blut des Neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird, zur Vergebung der Sünden. Und nochmals verneigen sich Priester und Diakon tief. V: + Amen. Wenn Priester gemeinsam den Dienst der göttlichen Liturgie verrichten, sprechen sie zusammen und laut die Worte des Herrn. Der Priester betet: Eingedenk also dieses Auftrags des Erlösers und all dessen, was für uns geschehen ist: des Kreuzes, des Grabes, der Auferstehung am dritten Tage, der Himmelfahrt, des Thrones zur Rechten, der zweiten und glorreichen Wiederkehr: Mit erhobener Stimme: Bringen wir Dir dar das Deinige von dem Deinigen in allem und für alles.

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Während der Priester das spricht, überkreuzt der Diakon die Arme, nimmt den hl. Diskos und den hl. Kelch und erhebt diese mit Ehrfurcht. V: Dir singen wir,* Dich preisen wir,* wir danken Dir, o Herr, und beten zu Dir, unserm Gott. Der Priester betet: Nochmals bringen wir Dir diesen geistigen und unblutigen Opferdienst dar, wir rufen Dich an, bitten Dich und flehen zu Dir: Sende herab Deinen Heiligen Geist auf uns und auf diese vorliegenden Gaben. Der Diakon legt das Rhipidion weg und kommt nahe zum Priester, und beide verneigen sich dreimal vor dem hl. Altar. Sodann neigt der Diakon das Haupt, deutet mit dem Orarion zum hl. Brot und spricht leise: D: Segne, Gebieter, dieses heilige Brot. Und der Priester verbeugt sich und bezeichnet das hl. Brot, indem er sagt: P: Und mach dieses + Brot zum kostbaren Leib Deines Christus. D: Amen. Und wiederum der Diakon: D: Segne, Gebieter, diesen heiligen Kelch. Und der Priester segnet, indem er spricht: P: Was aber in diesem + Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus. D: Amen. Der Diakon wiederum deutet zu allen beiden Heiligtümern und spricht: D: Segne, Gebieter, beides. Der Priester segnet alle beide Heiligtümer indem er spricht: P: Sie verwandelnd durch Deinen + Heiligen Geist.

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D: Amen, Amen, Amen. Der Diakon verbeugt sich vor dem Priester und kehrt dorthin zurück, wo er vorher stand. Der Priester betet: Damit sie denen, die sie empfangen, zur Reinheit der Seele gereichen, zur Verzeihung der Sünden, Gemeinschaft des Heiligen Geistes, Fülle des himmlischen Reiches, zum Vertrauen auf Dich und nicht zum Gericht oder zur Verdammnis. Wir bringen wir Dir diesen geistigen Opferdienst auch dar für jene, die im Glauben ruhen: die Vorväter, Väter, Patriarchen, Propheten, Apostel, Prediger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und jede gerechte, im Glauben verschiedene Seele. Der Priester nimmt das weihrauchfaß und verkündet: Insbesondere für unsere allheilige, allreine, hochgebenedeite und ruhmreiche Herrin, die Gottesgebärerin und immerwährende Jungfrau Maria. Dreimal beweihräuchert er die Gaben auf dem hl. Altar. Der Diakon beweihräuchert den Altar von allen Seiten und gedenkt der Verstorbenen. Das Volk singt: V: Wahrhaft würdig ist's, dich selig zu preisen, du Gottesgebärerin, allzeit Selige und Makellose und Mutter unsres Gottes. Geehrter als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, unversehrt hast du das göttliche Wort geboren: du wahrhaft Gottesgebärerin, sei hochgepriesen.

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Oder man singt statt des "Wahrhaft würdig ist's" das Irmos des Festes. Der Priester betet: Für den heiligen Johannes, den Propheten, Vorläufer und Täufer; die heiligen, ruhmreichen und allverehrten Apostel, den heiligen (oder: die heilige) NN, dessen (oder: deren) Gedächtnis wir heute begehen und alle Heiligen. Auf ihre Gebete hin schau, o Gott, gnädig auf uns herab. Gedenke auch aller, die in der Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben entschlafen sind. Und er gedenkt der Verstorbenen namentlich, derer er gedenken will. Gib ihnen die Ruhe dort, wo das Licht Deines Antlitzes leuchtet. Wir bitten Dich auch: Gedenke, Herr, des ganzen rechtgläubigen Episkopats, der treu das Wort Deiner Wahrheit verwaltet; des Priesterstandes, des Diakonates in Christo und des ganzen Klerus. Zudem bringen wir Dir diesen geistigen Dienst dar für die ganze Welt, für die heilige, katholische und apostolische Kirche, für diejenigen, die im ehrwürdigen Stand der Jungfräulichkeit leben, für die uns Regierenden. Schenke ihnen, Herr, eine friedliche Regierung, damit wir in der Beständigkeit, deren sie sich erfreuen, ein friedliches und ruhiges Leben in Frömmigkeit und Heiligkeit führen können.

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Nach dem Gebet "Wahrhaft würdig ist's", verkündet der Priester: P: Vorallem gedenke, o Herr, des heiligen Vaters NN, unseres seligsten Patriarchen NN, unseres hochgeweihten Erzbischofs NN, unseres gottgeliebten Bischofs NN, erhalte sie Deinen heiligen Kirchen in Frieden, Wohlergehen, Ehre und Gesundheit, langem Leben und in der rechten Verwaltung des Wortes Deiner Wahrheit. V: Und aller und jedes einzelnen. Der Priester betet: Gedenke, Herr, der Stadt (oder: des Dorfes, oder: des Klosters), die wir bewohnen, jeder Stadt und jeden Dorfes und der Gläubigen, die dort wohnen. Gedenke, Herr, derer, die zu Schiff, zu Lande und in der Luft reisen, der Kranken, der Bedrückten, der Gefangenen und ihres Heils. Gedenke, Herr, derer, die Früchte bringen und Gutes tun in Deinen heiligen Kirchen und derer, die sich der Armen annehmen. Und sende Dein Erbarmen auf uns alle herab. Und er gedenkt der Lebenden, wie er will. Mit erhobener Stimme: P: Und laß uns einmütig mit Mund und Herz Deinen allehrwürdigen und wunderbaren Namen preisen und besingen: + Vater, Sohn und Heiliger Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen.

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Der Priester wendset sich zu den hl. Türen und segnet, indem er spricht: P: Und es sei das Erbarmen unseres großen + Gottes und Erlösers Jesu Christi mit euch allen. V: Und mit deinem Geiste. Der Diakon empfängt vom Priester den Segen, geht zu seinem gewohnten Platz und spricht: D: Nachdem wir aller Heiligen gedacht haben, laßt uns wieder und wieder in Frieden beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Für die dargebrachten und geheiligten kostbaren Gaben, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Auf daß unser menschenliebender Gott sie annehme auf seinem heiligen, überhimmlischen und geistigen Altare, zum Duft und geistigen Wohlgeruch, und uns dafür seine göttliche Gnade und die Gabe des Heiligen Geistes herabsende, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. D: Daß Er uns erlöse von aller Trübsal, von Zorn, Not und Bedrängnis, laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. Der Priester betet leise: Wir übergeben Dir unser ganzes Leben und Hoffen, menschenfreundlicher Herr. Wir rufen Dich an, wir bitten Dich und flehen zu Dir: Mach

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uns würdig, an den himmlischen und furchtbaren Geheimnissen dieses heiligen und geistlichen Tisches mit reinem Gewissen teilzunehmen, zur Nachlassung unserer Sünden, zur Verzeihung unserer Verfehlungen, zur Gemeinschaft des Heiligen Geistes, zum Erbe des himmlischen Reiches, zum Vertrauen auf Dich, nicht aber zum Gericht oder zur Verdammung. D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und wache über uns alle, o Gott, durch Deine Gnade. V: Herr, erbarme Dich. D: Daß der heutige Tag vollkommen, heilig, friedvoll und ohne Sünde sei, laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Den Engel des Friedens, den treuen Führer und Beschützer von Seele und Leib, laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Verzeihung und Nachlaß unserer Sünden und Verfehlungen laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Das Gute und Heilsame für unsere Seelen und den Frieden der Welt laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Daß wir die übrige Zeit unseres Lebens in

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Frieden und Buße vollenden, laßt vom Herrn uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Ein christliches Ende unseres Lebens, ohne Qual und Schande und in Frieden, und eine gute Verantwortung vor dem furchtbaren Richterstuhl Christi laßt uns erflehen. V: Gewähr' es, o Herr. D: Nachdem wir um die Einheit des Glaubens und um die Gemeinschaft des Heiligen Geistes gebetet haben, laßt uns nun uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus unserm Gott überliefern. V: Dir, o Herr. Der Priester mit erhobener Stimme: P: Und würdige uns, Gebieter, mit Vertrauen und unverurteilt, Dich, den Gott des Himmels, als Vater anrufen und sprechen zu dürfen: V: Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. P: Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit: Vater, Sohn + und Heiliger Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen.

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P: Friede + sei mit Euch allen. V: Und mit Deinem Geiste. D: Neigt euer Haupt vor dem Herrn. V: Dir, o Herr. Der Priester betet leise: Wir sagen Dir Dank, unsichtbarer König. Durch Deine unermeßliche Macht hast Du alles erschaffen. In Deiner überreichen Barmherzigkeit hast Du alles aus dem Nichts ins Dasein geführt. Herr, schau aus der Höhe der Himmel auf die, die ihr Haupt vor Dir neigen, denn sie haben es nicht vor Fleisch und Blut getan, sondern vor Dir, dem furchtbaren Gott. Laß diese Gaben, Herr, uns also zum Heil gereichen, einem jeden, wie er bedarf. Sei mit denen, die sich auf hoher See befinden, begleite die Reisenden, heile die Kranken, Du Arzt unserer Seelen und Leiber. Mit erhobener Stimme: P: Durch die Gnade, das Erbarmen und die Menschenliebe Deines eingeborenen Sohnes, mit dem Du gepriesen bist, zusammen mit Deinem allheiligen, gütigen, lebensspendenden + Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Der Priester betet leise: Schau herab, Herr Jesus Christus, unser Gott, von Deiner heiligen Wohnung und vom Thron

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der Herrlichkeit Deines Reiches her. Komm, uns zu heiligen, der Du sitzest in der Höhe beim Vater und weilest hier unten, wenn auch unsichtbar, bei uns. Würdige uns aus Deiner mächtigen Hand Deinen makellosen Leib und Dein kostbares Blut zu empfangen und dem ganzen Volk zu reichen. Während dieses Gebets steht der Diakon vor den hl. Türen und legt das Orarion in Kreuzesform an. Sodann verbeugen sich Priester und Diakon, wo sie stehen, tief, und beten dreimal: O Gott, sei mir Sünder gnädig und erbarme Dich meiner. Sobald der Diakon sieht, daß der Priester sich bereitet, das hl. Brot für die hl. Erhebung zu nehmen, spricht er mit erhobener Stimme: D: Haben wir acht! Der Priester erhebt das hl. Brot und verkündet: P: Das Heilige den Heiligen. V: Einer ist heilig, Einer der Herr: Jesus Christus in der Herrlichkeit Gottes des Vaters. Amen. Die Gläubigen beten sogleich das Kommunionlied (Kinonikon) des Tages oder des Festes, gleich danach das Vorbereitungsgebet zur hl. Kommunion: V: Ich glaube, o Herr, und bekenne, daß Du in Wahrheit Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes, der in die Welt gekommen ist, um die Sünder zu erlösen, unter denen ich der erste bin. Laß mich heute teilnehmen, o Sohn Gottes, an Deinem mystischen Gastmahl; ich will Deine Mysterien nicht den Feinden verraten, Dir auch keinen Kuß geben wie Judas, sondern wie der Schächer bekenne ich vor Dir:

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+ Gedenke meiner, o Herr, wenn Du in Dein Reich kommst. + Gedenke meiner, Gebieter, wenn Du in Dein Reich kommst. + Gedenke meiner, Heiliger, wenn Du in Dein Reich kommst. Nicht zum Gericht oder zur Verdammnis möge mir die Teilnahme an Deinen Mysterien gereichen, sondern zur Heilung der Seele und des Leibes. + Gott, sei mir armen Sünder gnädig. + Gott, verzeihe mir meine Sünden und erbarme Dich meiner. + Ohne Zahl habe ich gesündigt, Herr, verzeihe mir. Der Diakon geht zum hl. Altar, stellt sich zur Rechten des Priesters, und spricht: Brich, Gebieter, das hl. Brot. Der Priester bricht es mit aller Achtung in vier Teile und betet: Gebrochen und geteilt wird das Lamm Gottes; gebrochen, doch nicht zerteilt, genossen, doch nie aufgezehrt, vielmehr heiligend, die an ihm teilhaben. (Erinnere dich, Priester, daß, wenn du das hl. Lamm gebrochen hast, die Seite, wo das Kreuz ist, unten, und die Seite, wo das hl. Lamm mit der Lanze gestochen wurde, nach oben auf dem Diskos zu liegen kommt. IC liegt oben am Diskos, das heißt im Osten, XC unten, also im Westen, HI auf der nördlichen Seite, und KA auf der südlichen. Nimm den Teil IC und erfülle den Kelch. Der Teil XC wird für den Priester und den Diakon geteilt. Die Teile NI und KA werden in soviele kleinere Stücke für die Kommunikanten geteilt, wie Du für notwendig hältst.) Der Diakon deutet mit dem Orarion auf den hl. Kelch und spricht: Erfülle, Gebieter, den heiligen Kelch. Der Priester nimmt den Teil IC, macht damit ein Kreuzzeichen über dem hl. Kelch und spricht: Fülle des Glaubens des Heiligen Geistes. Sodann wird das Stück in den hl. Kelch gelegt. Der Diakon:

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Amen. Der Diakon nimmt das Zeon (heißes Wasser) und spricht zum Priester: Segne, Gebieter, das Zeon. Der Priester segnet und spricht: Gepriesen sei die Glut Deiner Heiligen allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Der Diakon gibt einiges davon mit einem Kreuzzeichen in den hl. Kelch und spricht: Glut des Glaubens, voll des Heiligen Geistes. Amen. Nachdem er das Zeon weggestellt hat, tritt der Diakon etwas zurück. Der Priester spricht: Diakon, tritt herzu. Der Diakon tritt hinzu, verbeugt sich tief und bittet um Verzeihung. Der Priester gibt das hl. Brot dem Diakon, welcher die Hand küßt, welche es ihm gibt. Er nimmt das hl. Brot und spricht: Gib mir, Herr, den kostbaren und heiligen Leib unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus zur Vergebung meiner Sünden und zum ewigen Leben. Der Priester spricht: Dir, dem Diakon NN, wird der kostbare und heilige und makellose Leib unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus gegeben zur Vergebung deiner Sünden und zum ewigen Leben. Der Diakon geht hinter den hl. Altar, verbeugt sich, und betet, wie der Priester: Ich glaube, o Herr,... Der Priester nimmt einen Teil (XC) des hl. Brotes und spricht: Mir, dem Priester NN, wird der kostbare und heilige Leib unseres Herrn, Gottes und Erlösers

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Jesus Christus gegeben zur Vergebung meiner Sünden und zum ewigen Leben. Der Priester verbeugt sich, betet, und spricht das Gebet: Ich glaube, o Herr,... Priester und Diakon empfangen nun das hl. Brot mit Gottesfurcht und aller Achtung. Sodann nimmt der Priester den hl. Kelch mit beiden Händen mit dem Kelchtuch, kommuniziert, und spricht: Mir, dem Priester NN, wird auch das kostbare und heilige Blut unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus gegeben zur Vergebung meiner Sünden und zum ewigen Leben. Sodann trocknet er seine Lippen und den Rand des hl. Kelches mit dem Kelchtuch, welches er in der Hand hält. Er küßt den hl. Kelch und spricht: Dies hat meine Lippen berührt, meine Verfehlungen getilgt und meine Sünden gereinigt. Sodann ruft er den Diakon herbei indem er spricht: Diakon, tritt herzu. Der Diakon kommt, verbeugt sich einmal tief und spricht: So komme ich zu unserem unsterblichen König und Gott. Und: Gib mir, Gebieter, das kostbare und heilige Blut unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus zur Vergebung meiner Sünden und zum ewigen Leben. Der Priester spricht: Dir, dem Diakon NN, wird auch das kostbare und heilige Blut unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus gegeben zur Vergebung deiner Sünden und zum ewigen Leben.

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Nachdem der Diakon kommuniziert hat, spricht der Priester: Dies hat deine Lippen berührt, deine Verfehlungen getilgt und deine Sünden gereinigt. Man soll wissen, daß, wenn es Kommunikanten der hl. Mysterien gibt, der Priester die zwei verbleibenden Teile, NI und KA, in kleinere Teilchen teilt. Der Diakon gibt diese und alle anderen Teilchen dann mit dem Schwamm in den hl. Kelch. Er verdeckt den Kelch mit dem Kelchtuch. Auf den Diskos legt er den Stern und die Velen. Sodann werden die Türen zum hl. Altar geöffnet. Und der Diakon verbeugt sich einmal tief, nimmt vom Priester mit aller Achtung den Kelch, geht zu den Türen, erhebt ihn und zeigt ihn den Gläubigen, indem er spricht: Mit Gottesfurcht und Glaube tretet herzu. V: Gepriesen sei, der da kommt im + Namen des Herrn.* Gott ist der Herr und ist uns erschienen. Nun kommunizieren die Gläubigen, die vorbereitet sind. Nach dem Gebet "Ich glaube, o Herr," geht einer nach dem anderen in aller Frömmigkeit und mit Gottesfurcht, die Hände gekreuzt auf der Brust und empfängt die göttlichen Geheimnisse. Der Priester reicht ihnen die hl. Mysterien und spricht: Dem Knecht (oder: der Magd) Gottes NN werden der kostbare und heilige Leib und das kostbare und heilige Blut unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus gegeben zur Vergebung seiner (oder: ihrer) Sünden und zum ewigen Leben. Amen. Und so kommunizieren alle. Nach der hl. Kommunion tritt der Priester zum hl. Altar und stellt die hl. Gaben auf den hl. Tisch. Der Priester macht mit dem hl. Kelch ein Kreuzzeichen und segnet das Volk: P: Rette, + o Gott, Dein Volk, und segne Dein Erbe.

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Der Priester geht zurück zum hl. Tisch, beweihräuchert die Gaben dreimal und betet leise: Erhebe Dich über die Himmel, o Gott, und Deine Herrlichkeit breite sich über die ganze Erde aus. Das Volk singt: V: Gesehen haben wir das wahre Licht,* Geist vom Himmel empfangen.* Gefunden haben wir den wahren Glauben.* Die unteilbare Dreifaltigkeit beten wir an,* denn sie hat uns erlöst. Der Priester nimmt den hl. Diskos, gibt ihn auf den Kopf des Diakons, welcher ihn mit Frömmigkeit nimmt. Er wendet sich zu den hl. Türen, sagt jedoch nichts, und geht dann zum Proskomedikon und stellt den Diskos dort ab. Der Priester verbeugt sich tief, nimmt den hl. Kelch, wendet sich zu den Gläubigen und betet leise: Gepriesen sei unser Gott. Mit erhobener Stimme: P: Allezeit, + jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Erfüllt sei unser Mund* von Deinem Lob, Herr,* denn Du hast uns gewürdigt,* an Deinen heiligen, unsterblichen und reinen Geheimnissen teilzunehmen.* Bewahre uns in Deiner Heiligkeit,* damit wir Deine Ehre besingen* und den ganzen Tag Deine Gerechtigkeit betrachten.* Alleluja, alleluja,* alleluja. Der Diakon lockert das Orarion und legt es wieder wie zuerst an. Er geht durch die nördliche Türe, steht am gewöhnlichen Platz und spricht: D: Stehet aufrecht! Wir haben empfangen die göttlichen, heiligen, reinen, unsterblichen, lebenspendenden, furchtbaren Geheimnisse Christi: nun laßt uns würdig Dank sagen dem Herrn. V: Herr, erbarme Dich.

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D: Stehe bei, errette, erbarme Dich und wache über uns, o Gott, durch Deine Gnade. V: Herr, erbarme Dich. D: Betend, daß der ganze Tag vollkommen, heilig, friedvoll und ohne Sünde sei, wollen wir uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus unserm Gott überliefern. V: Dir, o Herr. Gebet der Danksagung: Wir sagen Dir Dank, menschenfreundlicher Herr, Wohltäter unserer Seelen, dafür, daß Du uns heute wieder an Deinen himmlischen und unsterblichen Geheimnissen hast teilnehmen lassen. Mach unseren Weg gerade, bestärke uns alle in Deiner Furcht, bewahre unser Leben, mach sicher unsere Schritte auf die Gebete und Fürbitten der ruhmreichen Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria und aller Deiner Heiligen. Der Priester faltet das Iliton, hält das hl. Evangelium aufrecht, und zeichnet damit ein Kreuz. Mit erhobener Stimme: P: Denn Du bist unsere Heiligung und Dir senden wir Lobpreis empor, dem + Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. P: Gehen wir in Frieden.

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V: Im Namen des Herrn. D: Laßt uns beten zum Herrn. V: Herr, erbarme Dich. Das Gebet vor dem Ambo, mit erhobener Stimme: P: Herr, Du segnest, die Dich preisen und heiligst, die auf Dich vertrauen: rette Dein Volk und segne Dein Erbe. Bewahre die Fülle Deiner Kirche und heilige alle, die da lieben die Zierde Deines Hauses. In Deiner göttlichen Macht verherrliche sie und verlaß uns nicht, die wir auf Dich hoffen. Gib Frieden Deiner Welt, Deinen Kirchen, den Priestern, den uns Regierenden, dem Heer und Deinem ganzen Volk. Denn jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben, kommt herab von Dir, dem Vater der Lichter, und Dir senden wir empor Lobpreis, Dank und Anbetung: dem + Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. Und gleich anschließend: V: Gepriesen sei der + Name des Herrn* von nun an bis in Ewigkeit. Dreimal (und Ps. 33). Während des Gebets steht der Diakon zur Rechten vor der Ikone des Herrn Christus. Er hält das Orarion und verbeugt sich bis zum Schluß des Gebetes. Nach dem Gebet geht der Priester durch die hl. Türen, verbeugt sich zum Proskomedikon und spricht das folgende Gebet. Gebet zum Verzehr der Gaben: Christus, unser Gott, der Du die Fülle des Gesetzes und der Propheten bist, der Du den Heils

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plan, den Du vom Vater erhalten, erfüllt hast: erfülle unsere Herzen mit Freude und Fröhlichkeit, allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Der Diakon geht nun auf die nördliche Seite und konsumiert mit Gottesfurcht und aller Vorsicht die hl. Gaben. Währenddessen geht der Priester und verteilt das Antidoron unter den Gläubigen. Nach dem Psalm und dem Verteilen des Antidoron mit erhobener Stimme: P: Der Segen des + Herrn und Sein Erbarmen komme über euch herab, kraft seiner Gnade und Menschenliebe, allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. V: Amen. P: Ehre + sei Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre sei Dir. V: Ehre sei dem + Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Herr, erbarme Dich, Herr, erbarme Dich, Herr, erbarme Dich. Gib den Segen. P: Christus, unser wahrer Gott, (am Sonntag: der von den Toten auferstanden ist) erbarme sich unser und rette uns auf die Fürbitte seiner allheiligen und allreinen Mutter, der heiligen, ruhmreichen und allverehrten Apostel, unseres Vaters unter den Heiligen, Johannes Chrysostomus, Erzbischofs von Konstantinopel, des heiligen (oder: der heiligen) NN, Patrons (oder: Patronin) dieses heiligen Hauses, des heiligen (oder: der Heiligen) NN, dessen (oder: deren) Ge

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dächtnis wir heute begehen, und aller Heiligen, denn + Er ist gütig und liebt die Menschen. V: Amen. P:Christus, unser wahrer Gott, welcher alle Macht hat über die Lebenden und die Toten, durch die Fürsprache Seiner allreinen Mutter, der heiligen, glorreichen und allverehrten Apostel, unserer gottragenden Väter und aller Heiligen, schenke der Seele Seines Dieners (oder Seiner Dienerin, oder Seiner Diener) NN, welcher (oder welche) von uns gegangen ist (oder sind) Wohnung bei Seinen Gerechten, Friede im Schoße Abrahams, zähle ihn (oder sie) zu Seinen Gerechten, und erbarme Sich und errette uns, denn Er ist gütig und liebt die Menschen. V: Amen. P:Gewähre, o Herr, Deinem Diener (oder Deiner Dienerin, oder Deiner Diener) NN, selige Ruhe und ewigen Frieden, und gedenke seiner (oder ihrer) auf ewig. V: Ewiges Angedenken, ewiges Angedenken, ewiges Angedenken. Gewähre ihm (oder ihr, oder ihnen) ruhe unter den Heiligen, o Christus, und ewiges Angedenken. Während der Verteilung des Antidoron (das Brot, welches für die hl. Eucharistie gesegnet, jedoch nicht verwendet wurde) spricht der Priester zu jedem Gläubigen: "Christus ist unter uns". Die Gläubigen antworten: "Er ist es und wird es immer sein". Während der Osterzeit: "Christus ist erstanden". Antwort: "Er ist wahrhaft erstanden". Während der Weihnachtszeit: "Christus ist geboren".

Antwort: "Ehren wir Ih

 

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